Spaniens Immobilienmarkt
Experten warnen vor Platzen der spanischen Immobilienblase

13.08.2004 10:30
Madrid - Die Immobilienpreise am spanischen Wohnungsmarkt steigen immer weiter. Experten warnen deshalb schon seit längerer Zeit vor einer "Immobilienblase". Doch jetzt mehren sich die Anzeichen, dass sie tatsächlich bald platzen könnte.

So kletterten die Kaufpreise für Neubauwohnungen laut jüngster Statistik im ersten Halbjahr erneut um 16,05 Prozent, für gebrauchte Wohnungen sogar um 18,85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei bleibt Madrid mit einem Durchschnittspreis von 3065 Euro pro qm die mit Abstand teuerste Stadt. In einigen Vierteln der Hauptstadt werden durchaus auch 10 000 Euro verlangt und bezahlt. Zugleich stehen in Spanien offiziell über drei Millionen Wohnungen leer.

Einer der Schwerpunkte im Regierungsprogramm der neuen sozialistischen Regierung ist deshalb auch die Förderung des Mietmarktes. Die Mietquote beträgt in Spanien lediglich sieben Prozent. Kritiker sehen in den vorgesehenen Maßnahmen aber lediglich einen Tropfen auf den heißen Stein. Der Wohnungserwerb wird dagegen mit außerordentlich hohen steuerlichen Entlastungen gefördert.

Quelle: Die Welt

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