GlüStV 2021: Legalisierung von Online-Casinos
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021

GlüStV 2021: Legalisierung von Online-Casinos


07.06.2021 08:01
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 soll illegales Glücksspiel zurückdrängen. Änderungen für ✓Spieler ✓Casinos ✓Casino-Games. Jetzt mehr dazu erfahren!

Die ursprüngliche Fassung des Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV) trat bereits 2008 in Kraft. Nun erfolgt eine Novellierung, bei der sich alle Bundesländer auf eine Legalisierung des Online-Glücksspiels in Deutschland einigen. Spielhallen-Anbietern wird es damit ermöglicht, eine offizielle deutsche Glücksspiel-Lizenz zu erwerben.

Der neue Glücksspielstaatsvertrag bringt für Online-Casinos allerdings einige Veränderungen mit sich. So wird beispielsweise der Spielerschutz ausgebaut und beliebte Tischspiele wie Online-Poker und Online-Blackjack werden bald der Vergangenheit angehören.

GlüStV 2021: Diese Änderungen treten ab Juli in Kraft


Online-Casinos befanden sich bis dato in einem rechtlichen Graubereich. Offiziell gab es nur in Schleswig-Holstein eine genehmigte Casino-Lizenz, in allen anderen Bundesländern war das Online-Glücksspiel eigentlich verboten. Doch mit dem Besitz einer europäischen Casino-Lizenz, wie die Glücksspiellizenz aus Malta, war es dennoch möglich, ein Online-Casino in Deutschland zu betreiben. Dies löste häufig Verwirrung und Unsicherheit bei Spielern aus.
Der neue Glücksspielstaatsvertrag 2021 soll diesbezüglich Klarheit schaffen. Offiziell tritt er ab 1. Juli 2021 in Kraft, eine Transitphase gibt es allerdings bereits seit Sommer 2020. Regelmäßige Online-Casino-Besucher werden wahrscheinlich bereits erste Änderungen bemerkt haben. Denn nicht nur für die Spielhallen sondern auch für die Spieler werden sich spätestens mit 1. Juli 2021 einige Dinge verändern. Bei CasinosVergleich.de finden Sie eine ganzheitliche Bewertung der beliebtesten Online-Casinos.

Was bedeuten diese Änderungen für Spielhallen?


Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 bedeutet für Spielhallen eine große Veränderung. Das Gaming-Angebot muss massiv eingeschränkt werden und beschränkt sich in Zukunft ausschließlich auf Online-Slots. Poker, Roulette und Blackjack sowie Live-Casino-Games dürfen ab Juli nicht mehr angeboten werden. Zusätzlich muss für technische Sicherheit gesorgt und als Voraussetzung zum Spielen muss ein Spielerkonto angelegt werden.

Außerdem steht der Spielerschutz im Mittelpunkt. Konkret bedeutet das, dass sogenannte “Panik-Buttons” für Spieler angeboten werden müssen, um sich selbst für 24 Stunden sperren zu können. Da Spielsucht ein ernstzunehmendes Problem darstellt, müssen von Glücksspiel-Anbietern künftig Sozialkonzepte für verantwortungsvolles Spielen angeboten werden. Darin enthalten sind beispielsweise eine Hilfestellung zur Bekämpfung von Spielsucht und Maßnahmen zur Suchtprävention.

Was bedeuten diese Änderungen für Spieler?


Für Spieler ändern sich neben dem eingeschränkten Spielangebot und der verpflichtenden Erstellung eines Spielerkontos zusätzlich folgende Dinge: Das monatliche Einzahlungslimit wird 1.000 Euro betragen. Außerdem soll das parallele Spielen von Glücksspielen im Internet nicht mehr möglich sein. Durch eine bundesweite Sperrdatei sind gefährdete Online-Gamer außerdem nicht mehr in der Lage, sich auf einer anderen Plattform erneut anzumelden.

Zusätzlich gibt es Änderungen bei den Online-Spins. Der maximale Spin-Einsatz ist auf 1 Euro begrenzt. Automatisches und schnelles Klicken wird nicht mehr möglich sein, zusätzlich müssen sich die Spins für fünf Sekunden lang drehen.

Die neuen Regelungen zielen vor allem darauf ab, den Spielerschutz zu gewährleisten. Das Potenzial zur Entwicklung einer Glücksspielsucht soll durch die beschriebenen Maßnahmen minimiert werden. Außerdem sollen Spieler davor geschützt werden, mehr als 1.000 Euro monatlich zu verlieren. Denn wer im Online-Casino zockt, muss auch mit Niederlagen rechnen.

Fazit


Das Ziel des neuen Glücksspielstaatsvertrags ist das Zurückdrängen von illegalem Online-Glücksspiel. Online-Casinos sollen völlig sicher besucht werden können. Die deutschlandweite, einheitliche Regelung sorgt endlich für Klarheit bei Spielern und Anbietern. Auch der erweiterte Spielerschutz ist positiv hervorzuheben. Dafür gibt es Minuspunkte in Sachen eingeschränkte Spielauswahl. Pokerfreunde und Co. werden in Zukunft wohl eine reale Spielbank besuchen müssen.
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